Kurz Erklärt

Eine Scheideanstalt kann man als Recyclingbetrieb verstehen. Es werden Metallabfälle, welche Edelmetalle wie Gold, Silber oder Palladium enthalten, eingeliefert und diese werden in Ihre Bestandteile getrennt.
Resultat ist sogenannter Goldbarren, Silberbarren oder das für die Industrie verwendete Granulat.

Der Begriff Scheideanstalt

Der Begriff „Scheiden“ wurde bereits im 18. Jahrhundert für die Aufarbeitung von Edelmetallen, wie Gold, Silber oder Palladium verwenden. Eine Scheideanstalt ist somit das Unternehmen, dass mit Hilfe von Trennverfahren diese Scheidung der Edelmetalle von anderen Metallen durchführt.

Häufig wird einer der folgende Prozesse für den Scheideprozess der Metalle verwendet:

  • Elektrolytische Aufarbeitung von Edelmetallen
  • Säurebasierte Aufarbeitung von Edelmetallen

Dieser Scheidungsprozess z.B. mittels Säuren löst die Verbindung der Metalle voneinander. Dadurch werden diese Edelmetalle voneinander getrennt und von Fremdstoffen befreit. Am Ende dieses Prozesses steht eine Reinheit von am besten 99,99% des Edelmetalls.

Die Affinerie

Der Begriff Scheideanstalt wird im deutschsprachigen Raum am häufigsten verwendet. International hört man eher folgende englische Begriffe:

  • Gold and Silber Affinerie
  • Gold & Silber Separation Institute
  • Gold und Silber Refinery

Eine Affinerie (oder Scheideanstalt) führt die Aufbereitung von Edelmetallen durch. Durch die, in einer Affinerie durchgeführte Affinage, auch „Reifung“ oder Läuterung genannt, werden die Metalle von einander getrennt und dem Markt wieder zugänglich gemacht.

Die Aufarbeitung von Edelmetallen wie Gold und Silber sind Aufwändig und dadurch teuer, doch immer noch günstiger als der Abbau durch Gold oder Silberminen und deshalb immer Lohnenswert.

Beispiel:

Nehmen wir z.B. einen Herren Gold Ring mit dem Gewicht von 1.000 Gramm und einem 585 Stempel. Laut Stempel besitzt der Ring einen Goldgehalt von 585 Gramm. 415 Gramm des Ringes sind somit nicht aus Gold. Hauptsächlich sind in diesen 415 Gramm Kupfer, Silber aber auch andere Metalle zu finde.

Scheideanstalt oder „nur“ Schmelze

Häufig wird der Begriff Scheideanstalt von Unternehmen in der Gold und Silber Aufbereitung weitläufig ausgelegt. Insofern gibt es gefühlt sehr viele Unternehmen welche sich Scheideanstalt nennen und laut Definition keine sind.

Wie der Begriff Scheideanstalt und auch die oben getätigte Erklärung beschreibt, ist eine Scheideanstalt ein Unternehmen, welches die Edelmetalle in einem Scheideprozess voneinander trennt.

Da in den meisten Annahmestellen für Gold und Silber, welche sich Scheideanstalt nennen, keine Voraussetzungen für den Scheideprozess bestehen, sind dies schon per Definition keine echten Scheideanstalten.
Eine Scheideanstalt ist nicht nur eine Annahmestelle für Edelmetalle, welche einen Schmelzofen besitzen sondern viel mehr als das.

Woran erkenne ich eine Scheideanstalt?

Bedingt durch den Einsatz von teilweise hoch giftigen Säuren sind Scheideanstalten, wie auch unsere, nicht in mitten einer Stadt zu finden. Die Fabrikhallen, in denen die Edelmetalle verarbeitet werden, stehen normalerweise immer außerhalb von Wohngebieten am Rande der Stadt. So auch bei der Goldosa Scheideanstalt.